Wann machen Nahrungsergänzungsmittel wirklich Sinn?

Vitamin-, Mineralstoff- und Spurenelementpräparate feiern Hochkonjunktur.

Herr und Frau Schweizer geben mehr als 100 Millionen Franken jährlich für Nahrungsergänzungsmittel aus, die in Pillen oder Kapseln erhältlich sind.

Sie werden gekauft in Einklang mit grossen Erwartungen in Bezug auf die persönliche Gesundheit. Man erwartet körperliche und geistige Fitness bis ins hohe Alter.

Aber können diese Präparate die gestellten Anforderungen überhaupt erfüllen? Ärzte behaupten immer wieder, dass die normale Ernährung die Menschen ausreichend mit Nährstoffen versorgt und deshalb Nahrungsergänzungsmittel völlig unnötig seien. Auch unter dem Vorbehalt, dass die meisten Ärzte von Ernährung herzlich wenig bis gar nichts verstehen, ist es vielleicht sinnvoll, dieses Argument einer näheren Betrachtung zu unterziehen.

Womit gleich die Frage gestellt werden muss, was eigentlich normale Ernährung bedeutet? Eine weitere Frage ist denn auch, ob sich alle Menschen normal ernähren können?

Wenn wir uns beispielweise täglich mit frischem Gemüse, frischem Obst und frischem Fleisch etc. versorgen und diese frischen Sachen nicht durch übermässiges Kochen ruinieren, dann brauchen wir uns über Nahrungsergänzungsmittel nicht den Kopf zu zerbrechen.

Wie werden Nahrungsmittel vernichtet?

Was ist aber mit Menschen, die aus welchen Gründen auch immer keinen Zugang zu frischen Lebensmitteln haben? Oder gar solche, die den Gehalt frischer Lebensmittel mutwillig oder unbewusst zerstören. Nicht ausgelaugte Böden sind der Grund, dass Vitamine und Mineralstoffe verloren gehen, sondern der Verlust dieser wertvollen Inhaltsstoffe beginnt meist schon im Ladenregal, wo die Produkte zu lange verweilen und setzt sich dann in der heimischen Küche munter fort. Während die meisten Vitamine durch übergrosse Hitze verloren gehen, werden die Mineralstoffe meist durch Rüsten und Schälen aber auch durch Garverfahren und Kochsalz entfernt. Kochen im Wasser führt beispielsweise zu einem Kalzium- und Magnesiumverlust. Aber auch Licht und Sauerstoff sind in der Lage gewissen Vitaminen den Garaus zu machen. Insbesondere neuzeitliche Verfahren, die Zeit sparen sind hier an den Pranger zu stellen.

Das Problem unserer Gesellschaft besteht darin, dass rund 30% der Erwachsenen überhaupt nicht mehr kochen kann, geschweige denn weiss wie man mit Lebensmitteln richtig umgeht. Die Verpflegung verschiebt sich immer mehr Richtung Kantine oder Fastfood. Dort fehlt die Kontrolle über die Frische der Rohprodukte völlig und ebenso die Übersicht über die verwendeten Halb- und Fertigfabrikate. In diesen Einrichtungen wird auch nicht Punkt 12 Uhr gegessen, sondern innerhalb eines Zeitfensters von 11:00 Uhr bis 14:00 Uhr. Dies verursacht lange nährstoffvernichtende Warmhaltezeiten.

Du glaubst mir nicht? Hier ein typisches Mittagessen in einem Schweizer Haushalt:

Frau Müller zerkleinert den vor 3 Tagen gekauften Blattsalat und wäscht ihn gründlich unter fliessendem Wasser. In der Zwischenzeit rüstet Ueli ihr Mann die Kartoffeln, die er in Würfel schneidet. Anschliessend spült er sie nochmals gründlich ab und kocht sie in siedendem Kochsalzwasser. Dazu ist Fleisch auf dem Plan und Blattspinat, der ebenfalls bereits einige Tage alt ist. Nach gründlichem Waschen wird dieser nun gedämpft. Zu guter Letzt wird das Ganze 1 Stunde lang warmgehalten, da die Tochter erst um 13 Uhr von der Schule nach Hause kommt. Allein durch die Lagerung von Salat und Spinat über mehrere Tage (wir wissen hier nicht, wie lange diese schon im Laden gelagert wurden) gehen rund 75% des Vitamin C verloren. Durch das gründliche Waschen geht ein weiterer Teil die Spüle runter. 80% der restlichen vielleicht noch 15% werden bei der Zubereitung vernichtet. Vitamin C kann als Gradmesser bezeichnet werden. Wird Vitamin C vernichtet, ergeht es den anderen Vitaminen genau gleich. Unter diesen Aspekten ist die Aussage, dass Herr und Frau Schweizer ausreichend mit Nährstoffen versorgt sind, kaum aufrecht zu erhalten.

Auch schwangere oder stillende Frauen, ältere Menschen, die Probleme mit der Nahrungsaufnahme haben oder mangels Appetites nie auf ausreichende Mengen kommen. Auch Menschen mit besonderen Ernährungsgewohnheiten wie Vegetarier oder Veganer ist besonders Beachtung zu schenken. Auch Raucher oder Personen mit übermässigem Alkoholgenuss fallen in diese Kategorie. Schliesslich Jugendliche, die der für sie typischen Fastfood-Ernährung frönen aber auch Dauergestresste Menschen und chronisch Kranke.

Wenn wir diese ganze Gruppe zusammenfassen, so ist doch die Aussage, dass man bei normaler Ernährung keine Nahrungsergänzungsmittel braucht, sehr vorsichtig zu geniessen, da allein die Anzahl der zuvor Beschriebenen gut und gerne 50% der Bevölkerung ausmacht. Auch ist denkbar, dass jeder von uns, wenn auch zeitlich begrenzt, einmal in eine dieser Kategorien fallen kann.

Wie kann ich gegensteuern?

Hier kann es Sinn machen, Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen.

Wenn du unsicher bist, so wende dich an deine Ärztin oder deinen Arzt, vorzugsweise an solche, die von Ernährung etwas verstehen. Hier kann auch eine Blutuntersuchung weiterhelfen. Es gibt auch Ernährungsberater, die sehr gut und kompetent weiterhelfen können.

Peter Schönbächler, Ernährungsberater Elixavita GmbH

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